Eröffnungsfeier: VinziDorf-Hospiz ist „Zeichen der Menschlichkeit und Herzenswärme“

Mit dem VinziDorf-Hospiz – eine Herzenssache der Elisabethinen wurde am 5. April 2017 in Graz das erste Hospiz für obdachlose Menschen eröffnet.

Erstmals in Österreich können obdachlose Menschen ihre letzte Lebensphase in einem vertrauten Umfeld verbringen, bestens medizinisch und pflegerisch versorgt: Im VinziDorf-Hospiz – eine Herzenssache der Elisabethinen, das am 5. April 2017 durch Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer eröffnet wurde. Sein Dank galt dem Konvent und Krankenhaus der Elisabethinen für die Initiative und erfolgreiche Umsetzung: „Dieser Bau ist ein sichtbares Zeichen der Menschlichkeit und Herzenswärme für Menschen am sozialen Rand.“ Bürgermeister Siegfried Nagl freute sich, dass das erste Hospiz für obdachlose Menschen in der Menschenrechtsstadt Graz errichtet wurde. „Als ich von der Initiative gehört habe, war ich mir sicher, dass die Elisabethinen das gut und gelungen umsetzen“, so Nagl.

Da sein für Menschen am Rand

Die Idee, ein Hospiz für obdachlose Menschen zu errichten, stammt von den Schwestern des Konvents der Elisabethinen Graz. Generaloberin Mutter Bonaventura Holzmann: „Es ist der ureigenste Auftrag der Elisabethinen, sich um Arme und Kranke zu kümmern. Aus diesem Auftrag kommt unsere Kraft, auf die Nöte des Hier und Jetzt zu reagieren. Wir leben unsere Berufung ganz konkret, indem wir für Menschen da sind.“

„Obdachlose Menschen denken genauso über das Lebensende nach wie alle anderen“, so Christian Lagger, Geschäftsführer des Krankenhauses der Elisabethinen. „Sie wünschen sich, würdevoll und im Kreis von Vertrauten sterben zu können. Im VinziDorf-Hospiz sind sie nicht allein, sondern können gut begleitet und versorgt bis zuletzt leben.“

Finanziert wurde die Errichtung des VinziDorf-Hospizes durch die Anton Paar GmbH. „Man muss nicht auf diejenigen schauen, die alles haben, sondern viel mehr auf die, die weniger als genug haben“, sagte Friedrich Santner, Geschäftsführer der Anton Paar GmbH. „Deshalb haben wir von der Anton Paar GmbH gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern überlegt, was man tun kann, um Menschen am sozialen Rand zu unterstützen. Die Idee eines Hospizes für obdachlose Menschen hat uns berührt.“

Bis zum Ende leben

Die Patenschaft für das VinziDorf-Hospiz hat Landeshauptmann a.D. Waltraud Klasnic übernommen, die gleichzeitig die Vorsitzende des Dachverbandes Hospiz Österreich ist. „Die Patenschaft heißt für mich, Patin für ein ganzes Leben zu sein. Nach der Eröffnung wird das Hospiz mit Leben gefüllt. Ich danke allen, die im VinziDorf-Hospiz arbeiten werden und mit Einsatz dabei sind – die hinschauen, trösten und da sind für die Bewohner.“

Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl segnete das Hospiz, mit Unterstützung durch Alois Weiß, Bewohner des VinziDorfes. Weiß berührte mit seinem von ganzem Herzen ausgesprochenen Dank. „Das VinziDorf ist meine Heimat. Und deshalb ist es eine super Sache, dass ich am Ende, wenn’s notwendig ist, hier herüberkommen kann.“

Die Rahmengestaltung der Eröffnungsfeier übernahm das „Theater nach draußen“ des Johannes von Gott-Pflegezentrums der Barmherzigen Brüder in Kainbach, das mit Musik und kreativen Impulsen zum Nachdenken anregte. Im Anschluss an die Eröffnung und Segnung besichtigten die Festgäste das neue Hospiz.

Durch das VinziDorf-Hospiz – eine Herzenssache der Elisabethinen wird erstmals für obdachlose Menschen am Lebensende eine medizinisch-pflegerische Versorgung in einem gewohnten Umfeld möglich. Der Betrieb ist nur durch Spenden möglich, damit unter anderem Personal, Essen und medizinische Produkte finanziert werden können.

Spendenkonto für das Projekt:
VinziDorf-Hospiz
IBAN: AT24 2081 5000 4069 2659
BIC: STSPAT2GXXX